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Neuigkeiten
Europa im Kleinen- EuroContact 2010
„Hier kann jeder so sein, wie er wirklich ist!“ Die Erkenntnis war für Lisa aus Deutschland so wichtig, dass sie es in dem virtuellen Gästebuch sagen musste.
So kunterbunt wie in dem Motto (Kunterbunt- sei Teil eines Ganzen) beschrieben, war der diesjährige zwölftätige EuroContact, das internationale Begegnungsseminar von jungen Menschen mit und ohne Handicap, das in der Zeit vom 26.07. – 06.08.2010 in der Ev. Jugendbildungsstätte Nordwalde stattfand. Partizipation und Inklusion mussten hier nicht theoretisch erläutert werden.
Beides geschah ganz praktisch in den Seminaren, in den Communities, den Comm4all oder den offenen Angeboten. Jeder konnte sich einbringen. Jeder wurde angenommen, so wie er ist. Sprachschwierigkeiten versuchten alle gemeinsam zu überwinden, manchmal auch mit Händen und Füssen. Körperliche und geistige Behinderungen waren da, aber hatten keinen besonderen Stellenwert. Unterstützung wurde geleistet, dort wo sie notwendig war. Wichtig waren jedoch die Ideen und das Miteinander. Jarek aus Polen bezeichnete es so:“ Am Ende ist es egal, ob man eine Behinderung hat oder nicht. Irgendwo sind wir alle gleich und jedes Jahr verlasse ich diesen Ort mit neuen Freunden.“ Alle 86 Teilnehmenden aus Luxemburg, Polen, Ungarn, Belarus, Ukraine und Deutschland sahen es genauso und fühlten sich als ein Teil eines europäischen Ganzen und werden viele Ideen und Gedanken aus der Zeit mit nach hause nehmen.
Besuch aus Indonesien in der Ev. Jugendbildungsstätte Nordwalde 
Eine dreiköpfige Delegation aus der indonesischen Partnerkirche Gereja Punguan Kristen Batak-Kirche (GPKB) war vom 21.6.-2.7. im Kirchenkreis unterwegs, um evangelisches Kirchenleben in Deutschland zu erleben.
Die Partnerschaft zu dieser kleinsten Batak-Kirche in Indonesien besteht mehr als zwei Jahrzehnte. Mit Hilfe der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) in Wuppertal war es möglich, dass erstmalig eine Delegation aus Indonesien nach Deutschland reisen konnte, bestehend aus Pfarrerin Mercy Sianturi, Bischof Syarif Simanjuntak und Schatzmeister Arnest Sinaga aus Jakarta.
Die Gereja Punguan Kristen Batak-Kirche ist eine protestantische Stammeskirche mit rund 25.000 Mitgliedern. Ihre knapp 50 Gemeinden werden von 26 Pfarrer/innen (meist nebenamtlich) betreut und liegen weiträumig verstreut über Nord- bis Süd-Sumatra und auf Java in der Hauptstadt Jakarta.
Die Gäste aus Indonesien besuchten unter anderem die Sommersynode des Evangelischen Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken und wurden zum Empfang geladen beim Fürsten zu Bentheim im Schloss in Burgsteinfurt.
Ausgangspunkt aller Besuche war die Evangelische Jugendbildungsstätte, wo sie untergebracht waren.
Bei einem Gespräch in der Evangelischen Jugendbildungsstätte mit den Bildungsreferentinnen und Referenten der Jubi und
Evangelischen Jugend fand ein Austausch über die aktuelle Situation junger Menschen in Indonesien und in Deutschland, insbesondere auch Menschen mit Behinderungen, statt. Darüber wurde ein geplanter Jugendaustausch weiter vorbereitet.
Bischof Simanjuntag erklärte, dass für sie die Vielfalt der Aktivitäten in der Jugendarbeit neu seien. Davon können sie lernen.
Volker Rotthauwe, Leiter der Ev. Jugendbildungsstätte, war beeindruckt von der Offenheit des Gesprächs und er freut sich darauf die Beziehungen junger Menschen in Deutschland und Indonesien
zu intensivieren.
Die Jubi hat den Superstar gefunden! 
Am Wochenende 25.-27.06.2010 wurden die neuen Superstars in der Ev. Jugendbildungsstätte Nordwalde gekürt.
In der großen Castingshow traten 28 Akteure mit einer geistigen Behinderung als Gruppe oder einzeln mit ihrem Lieblingssong auf und hofften auf eine Superbeurteilung von Seiten der Jury, um in die Endauswahl zu kommen, in der dann die Teilnehmer und Teilnehmerinnen ihren Superstar wählten.
Gewonnen hat das Männerduo: Bastian Schürmann (Freudenberg) und Alex Raasch (Bonn) mit dem Lied Sweat von Mehrzad Marashi und Marc Medlock.
In vollen Zügen
Tausende Kirchentagsbesucher aus dem Münsterland auf dem Weg nach München
Münsterland – Volle Bahnsteige ließen die Pendler am Mittwochmorgen stutzig werden: Hunderte Reisende drängten sich dort eng an eng, voll bepackt, geduldig und trotz der frühen Morgenstunde schon hellwach. Der Grund: Über 3.000 Kirchentagsbesucher aus dem Münsterland machten sich auf die weite Reise nach München, die meisten von ihnen in Sonderzügen. Unter dem Motto „Damit Ihr Hoffnung habt“ werden 100.000 Dauergäste und zahlreiche Tagesgäste auf dem 2. Ökumenischen Kirchentag in München erwartet.
Etwas Besonderes ist die bunte Mischung der Menschen: Familien mit Kindern, Senioren und Jugendliche sind – alle mit Rucksäcken und festem Schuhwerk ausgerüstet – unterwegs, um in den kommenden fünf Tagen das volle Programm des Kirchentags zu genießen. Da gibt es einiges zu erleben: „Interessante Diskussionen und Foren, die man besuchen kann“, erwartet Hans-Josef Kottig aus Velen. Cäcilie Wozniak aus Billerbeck freut sich auf „die Musik und die Stadt München“. Beide sind erfahrene Kirchentagsbesucher und wissen, was auf sie zukommt. Lis, 18 Jahre, und ihre Schwester Nele, 13 Jahre, aus Vreden sind da noch unsicher, denn für sie ist es ihr erster Kirchentagsbesuch. Sie versprechen sich vom Kirchentag, „dass man viele Sachen machen kann und viele Leute trifft, auch aus dem Ausland.“ Und die 15-jährige Kimberly aus Coesfeld fährt auch zum Kirchentag, „um München mal zu sehen.“
Die Programmvielfalt des Kirchentags und die Vorfreude der Besucher imponiert Jugendpfarrer Volker Rotthauwe aus dem Evangelischen Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken. Er hat nun Reisen zu den beiden ökumenischen und zu sechs evangelischen Kirchentagen mit organisiert und ist noch immer begeistert: „Ich finde es beeindruckend, wie viele sich auf den Weg machen und wie bunt, fröhlich und vielfältig Kirche ist. Das zeigt doch deutlich, dass das Verbindende unter den Evangelischen und Katholischen stärker ist als das Trennende.“ Auch Pfarrer Michael Bruch hofft, vom Kirchentag Impulse für ein weiteres ökumenisches Zusammenwachsen nach Hause mitzunehmen: „Obwohl wir in Rhede eine sehr gute Ökumene haben, sind wir doch an manchen Punkten auch blind.“ Diese Hoffnung auf ein Annähern der Konfessionen tragen wohl die meisten Kirchentagsbesucher in sich, passend zum Thema des Kirchentags „Damit Ihr Hoffnung habt“. So auch Matthias Schlettert, Geschäftsführer im Kreisdekanat Borken: “Ich freue mich vor allem auf die Begegnungen“, erklärt er. „Wir sind 2003 in Berlin zum Abschluss des 1. Ökumenischen Kirchentags mit einem Tauferinnerungsritual im Gottesdienst auseinander gegangen. Die Erinnerung daran geht mir noch heute unter die Haut.“
Dabei zeigte das Münsterland schon im Vorfeld, wie gut hier Ökumene gelingt: Die evangelischen Kirchenkreise und katholischen Kreisdekanate im Münsterland hatten sich zusammengeschlossen, um den 2. Ökumenischen Kirchentag in München für das Münsterland zu einem Höhepunkt werden zu lassen. Dazu hatte im Oktober letzten Jahres die 1. Ökumenische Kirchennacht in den Kreisen Steinfurt, Coesfeld und Borken mehr als 10.000 Besucher in die Gotteshäuser gelockt, um gemeinsam zu feiern, Räume und Spiritualität im Dunkel der Nacht neu zu entdecken. Und auch für die Anreise der Kirchentagsbesucher haben sie in Kooperation mit der Diözesanpilgerstelle in Münster eine ökumenische Besonderheit ermöglicht: In drei Sonderzügen reisten mehr als 2.000 Menschen aus dem Münsterland nach München. Außerdem fuhren viele Gemeinden und Gruppen mit Bussen. Zwei ökumenische Arbeitskreise aus Gemen und Stadtlohn haben gemeinsam einen Stand auf dem Kirchentag, um dort etwas von der guten Ökumene der Gemeinden im Münsterland zu berichten und darüber mit anderen Besuchern ins Gespräch zu kommen.
Die Züge hatten schon verschiedene Stationen hinter sich und bereits viele Kirchentagsbesucher aufgesammelt, als sie einige Minuten verspätet am Mittwochmorgen in Dülmen als letztem Halt im Münsterland eintrafen. Von dort ging es dann hinaus aus dem Münsterland und so bekamen die Reisenden einen Reisesegen für ihre Fahrt im Zug zugesprochen. Er wurde durch Lautsprecher in die Abteile und Waggons übertragen. Wenn sie am Sonntagnachmittag in diesen Zügen wieder zurückfahren werden, werden die Kirchentagsbesucher berichten können, wo sich für sie ein bisschen ökumenische Hoffnung in München schon erfüllt hat.
Text und Bild: Simone Lehnert
Reggio-Pädagogik in der Jubi

Westfälische Nachrichten, 30.04.2010
Geschenkidee zum Muttertag, Geburtstag, Jubiläum und zu vielen weiteren Anlässen:
Verschenken Sie doch einmal das Jubibackbuch "Ich bin zutiefst gerührt...".
In diesem Backbuch (zweite erweiterte Auflage) finden Sie 40 Rezepte für leckere fruchtige, gerührte oder geknetete Kuchen, Torten und herzhafte Gebäcke von der Hähnchenbrust im Gemüsebett bis zum Zwiebelbrot.
Alle Rezepte, von denen viele Lieblingsrezepte einiger Gäste sind, können leicht nachgebacken werden.
Das Backbuch ist mit einer praktischen Spiralbindung und einem schützendem transparenten Deckumschlag versehen.
Erhältlich ist das mit vielen Farbfotos versehene Jubibackbuch zum Preis von nur 8,90 € in der Ev. Jugendbildungsstätte, in der "Tee-Oase" Nordwalde, bei "Buch und mehr" in Nordwalde oder per Post (Warensendung Porto 1,65 €). Bei Versand per Post wenden Sie sich bitte an Frau Ulbrich (Tel: 02573 9363-30 E-Mail: ulbrich@jubinordwalde.de)
Mit jedem gekauftem Backbuch unterstützen Sie die "Aktion Zimmer frei". Im Rahmen dieser Aktion werden Gästezimmer der Jugendbildungsstätte speziell für Menschen mit Behinderungen eingerichtet.
Bibliodrama-Fortbildung "Bibel erleben" am 24.04.2010 in der Jugendbildungsstätte
Haupt– und ehrenamtlich Arbeitende in Schule, Bildungsarbeit und Gemeinde und alle Interessierten sind zu dieser
Fortbildung eingeladen.
Im Bibliodrama werden die Erfahrungen der Teilnehmenden mit den Erfahrungen, die im biblischen Text verdichtet sind, auf spielerisch-kreative Weise in Verbindung gebracht.
Bibliodramatisches Arbeiten hat sich in Gemeinde, Schule, Konfirmandenarbeit und Jugendarbeit etabliert und bewährt.
Ein Fortbildungstag für alle, die neue Zugänge zu biblischen Texten für sich und ihre Arbeit entdecken wollen.
Die Fortbildung richtet sich an alle Interessierten ab 18 Jahren.
Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich.
Für weitere Informationen klicken Sie bitte rechts auf den Flyer:
Voller Erfolg!
Fachtagung „Jugendgemäße Gottesdienste“ mit außerordentlicher Teilnahme
Nordwalde – Über 90 Menschen, die sich in Kirchengemeinden mit Konfirmanden- und Jugendarbeit beschäftigen, waren am Donnerstag, 25. März, zur Fachtagung mit dem Thema „Konfirmandenarbeit auf dem Prüfstand – Jugendgemäße Gottesdienste“ in der Evangelischen Jugendbildungsstätte nach Nordwalde gekommen. Ziel des Tages war es, Jugend- und Konfirmandenarbeit in ihrer Zusammenwirkung weiter zu entwickeln, Konzepte und Ideen dazu zu präsentieren und zu entwickeln sowie Mitarbeitende und Institutionen in diesem Arbeitsfeld zu vernetzen.
„Wir hatten noch nie so viele Teilnehmende und vor allem auch noch nie so viele Jugendliche, also Ehrenamtliche, bei dieser Tagung“, freut sich einer der drei Veranstaltungsleiter und Jugendpfarrer Volker Rotthauwe. Die Anmeldezahlen... weiterlesen
Das Jahresprogramm mit den Bildungsangeboten 
für junge Menschen mit Behinderungen hier zum Download: (bitte auf das Bild klicken)
Gerne senden wir Ihnen auch die gedruckte Version zu. Bitte wenden Sie sich bei Bedarf oder bei Fragen an die Bildungsreferentin Eva Beeres-Fischer.
Auch hier werden ab sofort Anmeldungen entgegen genommen.
Zum Onlineanmeldformular bitte hier klicken.
Tagung: "Konfirmandenarbeit auf dem Prüfstand: Jugendgemäße Gottesdienste"
Am Donnerstag, 25.03.2010 findet diese Fachtagung in der Jugendbildungsstätte statt. Nähere Hinweise entnehmen Sie bitte dem Flyer.Anmeldungen werden ab sofort entgegen genommen.
Programmänderung Bildungsurlaub für alleinerziehende Mütter und ihre Kinder - es geht ins Allgäu!
Der angekündigte Bildungsurlaub findet nicht wie ursprunglich angekündigt im Schwarzwald statt, sondern wir reisen in das schöne Allgäu.
Bitte beachten Sie auch den neuen Termin:
30.07. – 13.08.10 (ebenfalls in den Sommerferien)
Anmeldungen werden ab sofort entgegen genommen.
Nähere Informationen finden Sie im Jahresprogramm auf der Seite 25.
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Kein Kind verloren geben
Neujahrsempfang des Evangelischen Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken beschäftigte sich mit Bildungsgerechtigkeit
Nordwalde – Rund 70 Gäste waren der Einladung des Evangelischen Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken gefolgt und zum Neujahrsempfang, den der Fachbereich „Bildung und Erziehung“ des Kirchenkreises vorbereitet hatte, in die Evangelisch Jugendbildungsstätte nach Nordwalde gekommen. Den Impulsvortrag „Kein Kind verloren geben – Evangelische Kirche und Bildungsgerechtigkeit“ hielt Professor Dr. Hans-Martin Lübking, Leiter des Pädagogischen Instituts der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) und Professor der Theologie und ihrer Didaktik an der Universität Münster. Unter den Anwesenden waren zahlreiche Kommunal-, Landes- und Bundespolitiker sowie Fachleute aus dem Bildungsbereich.
„Es passt gut, dass die EKD das Melanchthon-Jahr 2010 zum Bildungsjahr ausgerufen hat“, sagte Superintendent Joachim Anicker in seiner Andacht zu Beginn des Neujahrsempfangs. Damit zeigte der leitende Theologe des Kirchenkreises, dass die aktuelle Frage nach den Bildungschancen und der Bildungsgerechtigkeit in unserer Gesellschaft in einer langen Tradition seit dem 16. Jahrhundert steht. Auch die Landessynode der EKvW hatte im Jahr 2007 in einem Synodenbeschluss aufgefordert, Schritte zu einem erneuerten Bildungssystem zu entwickeln.
„Das deutsche Schulsystem zeichnet dich dadurch aus, dass es gleichzeitig eine eher mäßige durchschnittliche Leistungsfähigkeit der Schüler, eher schlechte Spitzenleistungen und eine besonders ungerechte Verteilung der Bildungschancen erreicht“, bilanzierte Professor Dr. Hans-Martin Lübking die aktuelle Schulsituation in Deutschland. Der Leiter des Pädagogischen Instituts der EKvW stellte heraus, dass es aus wissenschaftlicher Sicht keine Gründe für die Beibehaltung des dreigliedrigen Schulsystems gebe. Schon bei der Trennung der Kinder in verschiedene Schulformen zu dem sehr frühen Zeitpunkt von zehn Jahren verstärke es die sozialen Unterschiede. Hier über den späteren Lebensweg zu entscheiden würde der individuellen Entwicklung eines Kindes nicht gerecht. Lübking plädierte für einen längeren gemeinsamen Schulbesuch, in dem leistungsstarke und leistungsschwächere Kinder zusammen unterrichtet werden: „Schüler lernen am besten von Mitschülern. Und umgekehrt: Leistungsstärkere Schüler profitieren davon, wenn sie schwächeren Schülern etwas beibringen.“ Davon versprach sich der Theologe eine Chance für die so genannten Bildungsverlierer. Kinder mit famliären, kulturellen, sprachlichen und kognitiven Problemen könnten bisher in den Hauptschulen trotz hervorragender Arbeit der Lehrer nicht angemessen gefördert werden. Auch bildungsökonomisch ein Skandal: Durch die unzureichende Bildung der 20 Prozent Bildungsverlierer entstünden der Volkswirtschaft Kosten in Höhe von 2,8 Billionen Euro, mehr als das gesamte Bruttoinlandsprodukt.
Lübking forderte auch eine innere Schulreform mit frühen Fördermöglichkeiten, eine Ganztagsschule mit pädagogischem Konzept und angemessener Ausstattung, individuelle Förder- und Lehrpläne, mehr ausgebildetes Unterrichtspersonal und Schülerbeteiligung zum Erlernen sozialer Kompetenzen. Denn: „Leistung in der Schule ist mehr als Tests und Prüfungen und Bildung ist mehr als die Befähigung zum Geldverdienen“. Die Gesellschaft sei inzwischen mehrheitlich für ein längeres gemeinsames Lernen an den Schulen, doch einflussreiche Gruppen in der Gesellschaft, in Parteien, Eltern- und Lehrerverbänden sperrten sich gegen ein integratives Bildungssystem. Neben Unkenntnis und Angst sei hier auch das Bemühen, eigene Privilegien zu wahren, erkennbar. Daher appellierte Lübking an den Staat, der dem Allgemeinwohl verpflichtet ist, und an die Kirche: Bei Gott gebe es keine Menschen erster und zweiter Klasse, weswegen „Bildung nach christlichem Verständnis immer auch Bildung für alle sein“ müsse: „Christliche Bildung bedeutet, in allen Menschen Gottes Ebenbild zu entdecken und für seine Würde einzutreten.“ Lübkings Aufruf richtete sich auch an die anwesenden Politiker: „Wir haben ein Entscheidungs- und Umsetzungsdefizit. Wir brauchen mutige Reformen statt endloser Korrekturen am falschen System. Die Zeit ist reif dazu.“´
Bei der anschließenden Diskussion zeigte sich unter den Anwesenden große Einigkeit. Eine Emsdettener Lehrerin berichtete aus eigener Erfahrung: „Je eher die Hauptschule weg ist, umso besser.“ „So eindeutig darf ich das nicht sagen“, warf Barbara Becker ein, als Schulrätin des Kreises Borken zuständig für die Hauptschulen, aber auch sie plädierte für die Neustrukturierung, wie sie maßgeblich von den Hauptschulen in Gang gesetzt worden sei: „Wer sich da heraus hält, sind die Gymnasien.“ Die Landtagsabgeordnete Elisabeth Veldhues rief zur Veränderung auf: „Das muss von unten kommen!“ Professor Lübking bekräftigte, dass die „Frage der Schule die Frage der Gesellschaft“ sei, denn in der Schule entscheide sich, wie eine Gesellschaft einmal sein wird. Jedoch musste er auch im Blick auf seine langjährigen Bemühungen feststellen: „Es ist ein Bohren dicker Bretter.“
Simone Lehnert,
Öffentlichkeitsreferentin des Ev. Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken
Vortrag des Referenten Dr. Hans-Martin Lübking "Kein Kind verloren geben"
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Das Jahresprogramm 2010 ist erschienen
Über 90 Tagungen, Projekte, Reisen und internationale Begegnungen sind darin enthalten.
Wir freuen uns auf viele Neu – und Wiederbegegnungen im Jahr 2010.
Bis dahin wünschen wir Ihnen eine gesegnete Adventszeit, Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch in das neue Jahr.
Wenn Sie dieses Programm herunterladen oder in Auszügen ausdrucken möchten, dann klicken Sie bitte auf die nebenstehende Grafik. Wenn Sie gerne eine gedruckte Version des gesamten Programms zugeschickt bekommen möchten, dann senden Sie bitte eine kurze Mail an rezeption@jubinordwalde.de oder rufen Sie an unter 02573 9363-0.
Aktuelle Seminare:
Im August und September 2010 werden folgende Seminare in der Jugendbildungsstätte angeboten:
August: |
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Seminar für |
14.08. - 21.08.10 |
„Paddeln und sich treiben lassen“ |
junge Menschen mit einer geistigen Behinderung |
20.08. - 28.08.10 |
Dracula – Transsilvanien – unberührte Natur:Internationale Begegnung Rumänien |
junge Ehrenamtliche in der Jugendarbeit |
30.08 – 04.09.10 |
Spurensuche in den Niederlanden – Fahrradtour |
junge Erwachsene |
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September: |
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Seminar für |
03.09.09 |
Auf der Suche nach Ideen |
junge Menschen mit einer geistigen Behinderung |
08.09. – 10.09.10 |
Tage religiöser und Tage persönlicher Orientierung |
SchülerInnen des Ev. Gymn. Siegen-Weidenau |
10.09. – 12.09.10 |
Zeit für mich |
für Menschen mit und ohne Körperbehinderung |
13.09. – 15.09.10 |
Tage religiöser und Tage persönlicher Orientierung |
SchülerInnen des Ev. Gymn. Siegen-Weidenau |
16.09. – 17.09.10 |
Nahrung – Ernährung – Umwelt |
SchülerInnen der Städt.-Kaufmännnischen Schulen Rheine |
18.09 – 27.09.10 |
Bella Italia |
Internationale Begegnung auf Sizilien |
17.09.10 |
„SV und nu …?“ |
Klassenräte und Schülervertretungen |
17.09. - 19.09.10 |
Tief durchatmen und sich entspannen |
junge Menschen mit einer geistigen Behinderung |
20.09. – 22.09.10 |
Tage religiöser und Tage persönlicher Orientierung |
SchülerInnen des BK Lünen |
20.09. – 22.09.10 |
Nahrung – Ernährung – Umwelt |
SchülerInnen des BK Beckum |
24.09. – 26.09.10 |
Auf dem Weg zum eigenständigen Leben |
für junge Erwachsene mit Behinderung und ihre Eltern |
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